Namastayinbed? NamastayAtKlopeinersee – Yoga Retreat: mein erstes Mal

Wer hätte gedacht, dass ich um 7:30 Yoga praktizieren könnte? Dass ich Wildfremde umarme? Dass ich mich in kürzester Zeit ganz anders kennen gelernt und auch wiedergefunden habe? Und dass ich rohe, vegane Schokolade sofort jeder Herkömmlichen vorziehen würde? Und dass ich so tiefenentspannt bin, dass mich der überfüllte Zug kalt lässt?
Just do it!

Die Entscheidung, mein erstes Yoga Retreat zu buchen, war keine Leichte. Eigentlich wollte ich am letzten Maiwochenende mit einer Freundin wegfahren. Eigentlich wollte ich sparen. BlaBla. Und dann habe ich einfach gebucht. Just do it! – neues Motto. Es war eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Und so ging es am Mittwoch los.

Die Anfahrt mit dem Zug war schon sehr entspannend, da kaum Leute unterwegs waren. Von Klagenfurt wurden wir abgeholt. Als ich den Klopeiner See zum ersten Mal erblickte, war ich bereits verliebt. Diese Farben, türkis bis tiefblau, wunderschön! Ich bin ja überzeugt, dass Menschen, die an einem See oder am Meer wohnen, glücklicher sind. Blöd, dass mir sonst nur die Alte Donau oder der Donaukanal bleiben.

Yoga, Baby!

Dann folgte auch schon die erste Yogaeinheit mit erstem Kennenlernen. Yogalexia und Daniel Scott sind Vollprofis, bei denen auch der Spaß nicht zu kurz kommt. Ich bin ja eher so der sportliche Yogatyp. Wenn’s zu abgespaced oder esoterisch wird, bin ich raus. Die beiden haben die perfekte Mischung unterrichtet, und ich war mehr als happy. Von der Richtung her wurden Vinyasa, Yin, Power Yoga, Acro Yoga bzw. Partner Yoga unterrichtet. Besonderes Highlight, beim Entspannen in meinem Lieblingsasana, Shavasana, mit geschlossenen Augen, merkte ich, dass jemand neben mir vorbeigeht. Als wir alle die Augen wieder öffneten, hatte ich eine Tasche mit meinem Namen darauf vor mir. Die war gefüllt mit den absoluten Yoga(e)ssentials: einer Spritzpistole, Luftschlangen, Wasserbomben & Co.! Besonders entzückend: wenn Daniel als Amerikaner Fingerspitzen oder Bauchnabel sagt :)!

Von nun an gab es jeden Morgen um 7:30 eine Yogaeinheit am Steg. Man kann mit Worten alleine nicht beschreiben, wie toll die Atmosphäre war. Das hat das frühe Aufstehen absolut wett gemacht. Obwohl ich mir beim Wecker klingeln um 7:00 jedes Mal dachte: Namastayinbed! Morgenmensch bin ich halt echt keiner.

Den Tag hatten wir oft zur freien Verfügung, ich bin ein Mal um den See gelaufen, habe viel Sonne getankt, bin im See geschwommen, habe geplaudert oder habe mir einen Powernap gegönnt. Und am späten Nachmittag folgte die nächste Yogaeinheit. Am zweiten Tag lernten wir, wie man rohe, vegane Schokolade macht. Wahnsinn, wie die schmeckt. Bye, bye, Lindt und Co., dagegen kommt nichts an.

Einfach mal abschalten!

Perfekt für das ultimative Entspannen: mein Handy zeigte knapp drei Tage kein Netz an, bis ich auf die glorreiche Idee kam, es vielleicht mal aus- und wieder einzuschalten. Ich habe dann aber trotz vollem Empfang beschlossen, Facebook und Konsorten nicht zu öffnen, sondern maximal à la E.T. nach Hause zu telefonieren. Und der TV in der Pension ging nicht. Entspannung pur! Digital Detoxing hoch zehn!

Die Region um den See hat etwas total Nostalgisches, man hat den Eindruck, hier ist die Zeit stehen geblieben. An manchen Ecken fühlt man sich in die Sechziger Jahre zurück versetzt, wenn man alte Schilder mit Strandbad“ sieht, könnte man sich glatt im Weißen Rössl wiederfinden. Ihr wisst, was ich meine.

Super cool war die Mindful-Schnitzeljagd, wo ich u.a. die Rezeptionistin umarmt habe sowie einen Baum :)! Nein, meinen Namen habe ich nicht getanzt. Und das Wetter war ein Traum: Sonne ohne Ende! Madame fährt mit einem zarten rot nach Hause. Und mit einem Lächeln.

Einen Blogpost über diese einmalige Zeit zu schreiben, fällt leicht, er schreibt sich quasi von selbst. Den Großteil der Schreiberei habe ich tiefenentspannt am See verbracht. Ein Yoga Retreat ist eine herrliche Gelegenheit zur Reflexion. In letzter Zeit habe ich mich oft nicht hundertprozentig wohl in meinem Körper gefühlt, weil ich zugenommen habe. In der Yogapraxis habe ich realisiert, was dieser Körper kann. Wie viel Kraft er hat. Wie er sich biegen kann wie eine Brezel. In so einem Körper kann man sich eigentlich nicht schlecht fühlen.

Fazit: Become a Yogi!

Ich kann sowieso jedem nur wärmstens Yoga empfehlen, ein Retreat aber ist die Krönung. Vergesst normalen Urlaub, Thermen oder Wellness. Entspannung entsteht durch Bewegung!

Und Yogalexia und Daniel haben mit so einer Liebe und viel Details für zahlreiche Überraschungen gesorgt. Danke! Last, but not least, ein Dankeschön an alle Yogis, die mit dabei waren. So eine tolle Gruppenenergie, so spannende Begegnungen und einmalige Menschen.

2 thoughts on “Namastayinbed? NamastayAtKlopeinersee – Yoga Retreat: mein erstes Mal

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s