Eine extra Meile im Kampf gegen Krebs

Etwas kalt ist mir schon, als ich am Vormittag im Alten AKH ankomme und den Start des heutigen Krebsforschungslaufs suche. Ah, dort also! Schnell hole ich mir noch meine Laufkarte, gleichzeitig meine Spende. Jede gelaufene Runde beim Krebsforschungslauf – genau eine „MEILE“ (1.609m) lang – ist nämlich eine wichtige Unterstützung im Kampf gegen den Krebs. Mit den eingenommenen Spendengeldern (Start- sowie Rundenspenden) werden Forschungsprojekte von jungen, ambitionierten WissenschafterInnen an der MedUni Wien möglich. Eine super Sache, wie ich finde! 

Egonummer? Heute nicht!

Ich nehme mein Handy, will in alter Gewohnheit Runtastic starten. Wenn es schon keine offizielle Zeitnehmung gibt, so kann ich doch selbst sehen, was ich so zusammenbringe. Nein, heute nicht, ich schließe die App wieder. Heute geht es um etwas ganz anderes. Ich gehe an den Start, ich weiß, gleich geht es los. Doch anstatt wie sonst viel zu schnell loszulaufen und ehrgeizig auf den Pace zu achten, laufe ich dieses Mal ganz gemütlich. Langsam. Bedacht. Gar nicht so einfach, wenn man einmal Leistungssport gemacht hat und diesen Ehrgeiz nicht wirklich aus dem Kopf bekommt.

Aber ziemlich heilsam und sehr angenehm, mal nicht zu rennen, sondern nur zu laufen. Ohne Ungeduld, ohne Zeitdruck, einfach laufen und bewusst jeden Schritt wahrnehmen. Und zu wissen, dass man damit etwas Gutes tut.

Go the extra Mile!

Denn beim Krebsforschungslauf heute zählt nicht die Zeit, sondern die gute Sache steht im Vordergrund. Wir laufen zwei gemütliche Runden und machen eine Kaffeepause. Bei welchem Lauf geht das schon? Einfach mal einen Kaffee zwischendurch schlürfen, ganz nach meinem Geschmack. Und ein idealer Booster, der nicht ohne Wirkung bleibt: Die dritte Runde laufe ich dann doch auf Tempo, ich kann halt doch nicht ganz aus meiner Haut.

Vorbei geht es am Narrenturm, der mich seit jeher fasziniert, und durch’s Areal des Alten AKH.


Nach jeder Runde kann man sich einen Stempel für die Laufkarte abholen. Die Stimmung ist spitze. Jedes Alter ist vertreten und jedes Tempo. Bin ich sonst genervt, wenn ich zig Gehende überholen muss, ist das hier kein Thema. Jede/r ist sich bewusst, warum hier gelaufen wird: selbst aktiv zu werden im Kampf gegen diese schreckliche Krankheit, die auch in meinem Umfeld bereits brutal zugeschlagen hat. Kaum eine/r rempelt, und wenn wird sich sofort entschuldigt. Für Wasser und Verpflegung ist auch gesorgt. Wer nicht selbst mitläuft, feuert an.


Diese positive Stimmung trägt einen. Dieser zehnte Krebsforschungslauf ist zwar mein erster, aber bestimmt nicht letzter Start.

2 thoughts on “Eine extra Meile im Kampf gegen Krebs

  1. Ich gratuliere – aber wie viele Runden sind’s denn geworden?
    Bei mir waren es heuer 20 (da bin ich sehr stolz) und letztes Jahr 16 Runden (war ich auch schon stolz!); bin sicher 2017 wieder dabei – eine sehr nette Veranstaltung!

    Gefällt mir

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