„Auszeiteln“ in der Wasnerin

„Have a great term break!“, sagte die Professorin am Ende des Seminars. Endlich Semesterferien! Verstohlen hatte ich schon zig Mal auf die Uhr geschaut und mit dem Fuß gewippt. Ich muss sagen, das Wintersemester war echt hart. Vor allem inhaltlich war so viel Schönes (nicht!) dabei, dass ich teilweise die Tage bis zum Ende gezählt habe. Oder mich gefragt habe, ob ich denn wirklich dieses Studium abschließen muss. Da war klar, ich brauche eine kleine Auszeit. Auch deshalb, weil mit 1. Februar eine neue berufliche Herausforderung auf mich wartete. 2015 war ich ähnlich genervt von der Uni und war im wunderschönen Bad Aussee in der Wasnerin. Schon damals war ich so begeistert vom Auszeiteln, dass glasklar war: Da muss ich nochmal hin!

Zwischenstopp: auf Sissi Spuren

Am Freitag Mittag ging es direkt los und ich habe noch einen Zwischenstopp im idyllischen Bad Ischl eingelegt. Nach ausgiebigem Sightseeing bei Traumwetter kam, was kommen musste: ich hatte plötzlich unbändige Lust, eine Seminararbeit zu schreiben. Der Klassiker: wenn man nicht muss, macht´s plötzlich wieder Spaß.

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Ab zur Wasnerin

Am Sonntag ging es dann mit dem Zug weiter nach Bad Aussee. Mit jeder Station gab es mehr Schnee zu bewundern. Dazu die helle Wintersonne, ein Traum! Ich wurde vom Bahnhof abgeholt und habe mir, ehe mein Zimmer fertig war, einen Kaffee gegönnt und noch die letzte Laptop-Runde eingelegt. Dann hieß es: Auszeiteln und Abschalten. Laptop runter fahren, mich selbst gleich dazu und mein Handy war nur noch Wecker, Musikquelle und natürlich Kamera und dauerhaft im Flugzeugmodus.

Was mein Lieblingshotel so besonders macht? Die herzliche, ehrliche und unaufdringliche Freundlichkeit, die Liebe zum Detail, natürlich auch die Lage zwischen Dachstein und Loser und das Gefühl, dass hier die Zeit stehen bleibt. Der Wächter der Zeit mahnt nicht umsonst, dass man auch Erholung in der hektischen Zeit benötigt und seine Zeit sinnvoll nützen sollte.

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Mein Zimmer war ein Traum: direkt Morgensonne und ein traumhafter Blick auf den Loser. Großes Highlight: die Badewanne mit Bergblick, die hätte ich am liebsten mit nach Hause genommen! Der Geruch von Zirbenholz, Zirbenwasser, ein Bett, indem man wie auf Wolken schwebt, ich war im siebten Himmel!

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Kulinarik der Höchstklasse

Und dieses Essen! Ein Traum! Die Küche ist derart kreativ, ohne prätentiös sein zu wollen. Gesunde Lebensmittel, Bioqualität und Schmankerln aus der Region. Ich habe meine Auszeit bei der Wasnerin bewusst alleine genossen und hatte einen Kommunikationstisch, an dem ich beim Abendessen mit einer Dame sehr nett geplaudert habe. Beim Käsebuffet habe ich mich direkt verliebt: in Feigensenf. Leicht scharf und eine Geschmacksexplosion deluxe! Den musste ich natürlich im Shop kaufen, um das Gefühl der Erholung möglichst lange zu konservieren.

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Das Frühstück war auch ein Traum. Der grüne Smoothie war herrlich und auch sonst ließ das Angebot keine Wünsche offen. So startet man bestens in den Tag. Ich selbst lebe nicht vegan, aber die Wasnerin ist ein Hotel, an dem Veganer nicht nur Beilagen bekommen, sondern abends alle Gänge vegan angeboten werden, zig Milchalternativen gibt es, das finde ich spitze. Auch Allergiker kommen hier auf ihre Kosten. Und, last, but not least: hier serviert der Chef auch mal höchstpersönlich.

Winterwonderland

Als Wiener Stadtkind mit einem halben Tag Schnee bis dato war ich hellauf begeistert von der Schneelage. Dazu Sonne, herrliche Spazierwege und Loipen direkt hinterm Haus. Herz, was willst du mehr? Das Knirschen unter den Füßen, die unbeschreibliche Bergluft, die Stille, ich wäre am liebsten geblieben.

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Danach ausgefroren ins Spa, einfach herrlich! Hier werden auf 2.400 m2 auch keinerlei Wünsche offengelassen.

Literarische Momente in der Wasnerin

Literatur wird hier ein zentraler Stellenwert zu Teil: die Bibliothek ist umfassend und bietet herrliche Leseplätze. Literaten sind hier nicht umsonst: das Haus und die Lage inspirieren von der ersten Sekunde an. Lesungen und ein Literatur-Festival runden das Angebot für Interessierte ab.

Gesundheit wird hier groß geschrieben

Ich habe jeden Tag an einer Yogastunde teilgenommen, was ich sehr genossen habe. Gesundheit wird hier ganzheitlich gesehen und hier kommt noch mehr: ab März wird Basenfasten (der sanftere Weg) und Fasten nach Dr. Buchinger angeboten, für einen „Großputz“ des Körpers. Ideal ist Fasten zwischen sieben und 14 Tagen. Es wird jedoch auch Schnupperangebote für drei Nächte geben. Spaziergänge an der frischen Luft, Meditation und Heilmassagen werden ihr Übriges tun. Eine Kurärztin steht ebenfalls zur Verfügung.

Spa: individuelle Anwendungen

Das Angebot besteht aus zahlreichen sorgfältig ausgewählten SPA- und Beautyanwendungen. Ich habe mir eine Ultraschallbehandlung gegönnt, die ich sehr genossen habe. Im Gespräch mit der Spa-Leiterin, Frau Heim, habe ich erfahren, dass alle MitarbeiterInnen im Ort wohnen. Weiterentwicklung steht hier im Vordergrund. Das Motto für die Hotelgäste lautet: Loslassen. Etwas, das in unserer schnelllebigen und zielorientierten Zeit oftmals in Vergessenheit gerät. Hier wird auch individuell geschaut, welcher Therapeut zu welchem Gast passt. Denn Veränderung ist nur gemeinsam möglich.

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Ich habe die Zeit so genossen und meine Batterien sind voller denn je. Und ich überlege bereits, wann ich die nächste Reise in dieses Refugium der Extraklasse einplanen werde :)!

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Ganz herzlichen Dank besonders an Frau Heim, Frau Egger und Herrn Habacher für die inspirierenden Gespräche!

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2 Gedanken zu “„Auszeiteln“ in der Wasnerin

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