Sag beim Abschied leise Servus

Hallo, Ihr Lieben! Diesen Post schiebe ich nun schon den ganzen Advent vor mir her. Ich verabschiede mich von Euch, zumindest hier auf meinem Blog. Ich blogge nun bereits fast vier Jahre und bin im letzten Jahr aus meinem eigenen Thema rausgewachsen. Fitness interessiert mich schon lange nicht mehr. Zumindest nicht so, wie es gerne in sozialen Netzwerken propagiert wird: Proteinpulver bis zum Abwinken, zwanghaftes Trainieren und nur ja posten, dass man sich bewegt hat in fancy Klamotten und mit dicken Schichten Make-up.
Als der Blog dann Gesundheit zum zentralen Thema hatte, habe ich mich thematisch wieder wohler gefühlt. Aber es ist nicht mehr diese ursprüngliche Begeisterung da. Kurz: ich habe einfach keinen wirklichen Bock mehr zu bloggen und auch keine Zeit. Eine Masterarbeit will geschrieben werden. Da sind die Prioritäten klar verteilt. Ich hatte auch überlegt, einen Neustart hinzulegen, anderer Name, anderes Thema, andere URL. Gerade Themen wie Yoga, Meditation, Achtsamkeit und Selbstliebe haben mein Jahr begleitet und wären einen Schwerpunkt wert. Aber das geht sich aktuell nicht aus. So leid es mir tut.

Es war eine wunderbare Zeit mit vielen inspirierenden Menschen, die ich durch dieses Hobby kennen lernen durfte. Eine Zeit, in der ich tolle Möglichkeiten hatte, viel gesehen und erlebt hatte. Aber wenn es sich nicht mehr stimmig anfühlt, dann sollte man loslassen und einen doch ziemlich cheesy Abschiedspost verfassen. Dramatisch ;-)!

Irgendwie hat sich auch das ganze Drumherum verändert. Mittlerweile hat gefühlt jede/r ihren/seinen Blog und zum Teil hat die Branche etwas sehr Hohles. Ausnahmen gibt es zum Glück genug.

Und jetzt?
Ich bleibe Euch definitiv auf Instagram erhalten. Nach wie vor sind die Quadrate meine allerliebste Plattform. Die Hashtags #blogger_at und #viennablogger sollte ich wohl durch #justme ersetzen. Und ja, ein bisschen Wehmut ist dabei. Ich denke, das ist spür- und lesbar. Schreiben ist nach wie vor meine Leidenschaft, aber ich möchte mich wieder mehr an anderen Textgenres versuchen und nicht länger ein schlechtes Gewissen haben, dass hier so selten ein Post kommt. Oder dass ein Post kommt, meine Masterarbeit aber leidet. Und da ist immer noch der Traum oder viel eher das Ziel vom eigenen Buch.
Was ich mit Facebook anstelle, weiß ich noch nicht. Ob ich einen anderen Namen auf Social Media annehme, ist auch noch unklar. Denn: keep calm? Ja, klar, gutes Motto. Gerade als Yogi mit Leidenschaft. And blog for fun? Das passt dann nicht mehr so ganz. Aber es fühlt sich richtig an, ohne Altlasten ins neue Jahr zu starten, auch wenn ein Teil von mir es doch sehr schade findet. Der Hauptteil allerdings weiß, dass es richtig so ist.

Ob es sich komplett ausgeblogged hat, kann ich auch nicht sagen. Vielleicht starte ich zu einem späteren Zeitpunkt mit mehr Tagesfreizeit noch einmal neu oder reaktiviere keepcalmandblogforfun. Ich kann es nicht sagen. Vielleicht spricht da auch die Wehmut aus mir, die Abschiede seit jeher grauenhaft findet und die sich gerne ein Hintertürchen offen hält statt die Tür zuzuknallen.

Sag beim Abschied laut Danke

Danke für Euren Support all die Jahre, für Kommentare, Likes, Nachrichten und steigende LeserInnenzahlen. Ohne Euch wäre das alles nicht einmal halb so lustig gewesen. Wer mich vermisst: ich bin dann mal auf Instagram. Und jetzt bleibt mir nur, Euch erholsame und genussvolle Feiertage zu wünschen! Lasst es Euch gut gehen und nützt die Zeit mit Euren Liebsten, um die Batterien wieder ordentlich aufzuladen. Und habt bitte bloß kein schlechtes Gewissen, wenn Ihr Kekse oder das Weihnachtsmenü genießt. Dafür ist das Leben nämlich wirklich zu kurz. Und während ich diese Zeilen schreibe, merke ich, wie mir aktuell das Schreiben fehlt. Wir werden sehen, ob es ein Abschied für immer ist.

Eure Steffi – keep calm and start something new

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