Wenn mal alles zu viel wird: wie man es nicht macht.

Hallo, Ihr Lieben,

es war in letzter Zeit auffällig leise auf meinem Blog. Das sieht mir ja so gar nicht ähnlich, oder? 🙂

Die letzten Monate waren einfach sehr heftig. Wenn du plötzlich ohne Vorwarnung als Teilzeitkraft doppelt so viel arbeiten musst, die Therapeutenausbildung an auf einander folgenden Wochenenden ohne Pause stattfindet, du den Mai so liebst, dass du da immer ganz viel „Freizeitstress“ unterbringen willst, das Studium so nebenher laufen muss mit ganz vielen Abgaben und Teilprüfungen, es privat auch dezent unrund läuft und du irgendwann merkst, dass dir alles über den Kopf wächst.

Die Reißleine ziehen: Wie man es nicht machen sollte:

  1. Sage einfach immer vorher zu allem „Ja, klar, mache ich!“, ohne darüber nachzudenken. Reiße dich um jede Aufgabe und sei ein unverbesserlicher Perfektionist.
  2. Hole dein verpasstes Privatleben in zwei Wochen für ein halbes Jahr nach.
  3. Schlaf nicht die acht Stunden, die du brauchst, um fit zu sein.
  4. Hab frei, aber lerne und blogge an diesen Tagen bis zum Abwinken. Wobei, das hat wirklich Spaß gemacht.
  5. Fahr bei PMS deluxe jedes Mal reihenweise den Leuten mit dem Arsch ins Gesicht, auch wenn das (fast) gar nicht deine Art ist.
  6. Sag einfach nur noch, was du dir denkst, ohne darüber nachzudenken.
  7. Texte Leute zu. Ungefragt und am besten stundenlang. Am besten die, die ganz viel zu tun haben, weil sie so wichtig sind.
  8. Melde dich für eine Prüfung an, ohne zu schnallen, bis wann du dich vorher abmelden müsstest, prokrastiniere so hart wie noch nie und verschlafe so zum ersten Mal absichtlich eine Prüfung. Deine Eltern hast du mit bald 37 Jahren aber gebeten, dich um 8:00 telefonisch zu wecken. Oooops, sorry! Gut, du hattest auch nur 1/4 vom Stoff durch. MC-Ratespiel wäre aber bestimmt gegangen. Ich hasse Multiple Choice und Multiple Choice hasst mich. Ist so. Der zweite Antritt erfolgt dann vielleicht vorbereitet und live und in Farbe.
  9. Schreibe mit PMS böse Emails, ohne sie nochmal reflektiert zu lesen. Lies sie dann nochmal und klopfe dir selbst auf die Schulter.
  10. Denke nach mehr als fünf Jahren wieder an einen Typen, der dir so richtig krass vor Ewigkeiten das Herz gebrochen hatte, nur weil dir fad ist.
  11. Blogge auch noch öffentlich darüber ;)!

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Die Verantwortung von Influencern

Hallo, Ihr Lieben! Ich hoffe, Ihr hattet einen sanften Start in die neue Woche. Im Zuge meiner Ausbildung ging es gestern um Essstörungen. Da denkt man unweigerlich sofort an Instagram & Co. Und daran, dass bereits Mädchen im Volksschulalter (!) erste Diätversuche wagen. Erschreckend, habe ich in dem Alter nicht einmal gewusst, was eine Diät ist. Ach ja, und auf dem Titelbild bin leider nicht ich. Sorry, so gut sind die Photoshopkenntnisse dann auch wieder nicht, da musste Pixabay herhalten. Aber was hinkommt: es dampft gewaltig aus meinen Ohren.

Du hast Verantwortung.

Nehmen wir einmal an, du bist Influencer, Blogger oder sonst etwas. Hast fett Reichweite. Lebst vielleicht sogar davon. Und dann hast du so einen Instagramfeed? Wo du tagtäglich vermittelst, dass nur ein flacher, muskulöser Bauch erstrebenswert ist (#morningabs). Du zeigst drei Mal täglich Türme von staubtrockenen Pancakes aus Proteinpulver (#protein)? Du verzichtest auf so ziemlich alles (#slim). Du machst dafür ab und an mal einen Cheatday, wo du dir 15.000 Kalorien und mehr reinpfeifst (#indulge). Du ziehst deine Miniaturdellen am Arsch durch Facetune (#nofilter). Du bist perfekt mit dem Make-up vom Profi (#wokeuplikethis). Du schreibst, dass du nun, mit Untergewicht, endlich glücklich bist (#happygirl). Manchmal schreibst du auch, wie schlecht du dich fühlst, dass du dich so voll fühlst, weil du gerade vier statt zwei Salatblätter geknabbert hast (#fresssacklifestyle). Weiterlesen Die Verantwortung von Influencern