Thirteen reasons to binge watch.

Hallo, Freunde der Sonne! Aktuell ist die Netflix-Serie Thirteen reasons why in aller Munde und läuft auf sämtlichen Devices. Ich habe sie diese Woche fertig geschaut und muss sagen, dass mich schon lange keine Serie mehr so fasziniert hat. Vorab: ich bemühe mich, diesen Blogpost ohne Spoiler hinzubekommen. Wie die Serie prinzipiell ausgeht, weiß man ja (wenn nicht, dann würde ich an deiner Stelle nun nicht weiterlesen ;-D).

Genialer Schachzug

Netflix, schon wieder, Cheapeu! Du kannst Marketing. Wäre ich nicht schon glückliche Kundin, hätte ich mir spätestens wegen der Ankündigung ein Abo zugelegt. Oder gleich mehrere. Die Medienberichterstattung runherum war weltweit sensationell. Positiv, wie negativ.

Tote Mädchen lügen nicht (Originaltitel: 13 Reasons Why) ist eine US-amerikanische Fernsehserie, die auf dem gleichnamigen Roman von Jay Asher basiert. Die erste Staffel wurde am 31. März 2017 auf Netflix veröffentlicht. Staffel zwei ist in Planung. Und jeder redet drüber.

Langsam wachs´ma zsam!

Verzeihung an die deutschen Leser für diesen deutlich österreichischen Zwischentitel. Ich hatte Schwierigkeiten, in die Serie reinzukommen. Die ersten 4-5 Folgen war ich noch nicht gebannt, und hatte ständig mein Handy in der Hand, um Instagram & Co. zu suchten. Dann, plötzlich, war ich voll und ganz dabei und habe jedem nächsten Tag entgegengesehnt, an dem ich Zeit hatte, weiterzuschauen. Ich habe die Serie im Original geschaut, wie üblich. Nichts ist schlimmer, als deutsche Übersetungen.

Gefährlich?

Als angehende Psychologin kluggeschissen: ich denke schon, dass die Serie triggern kann. Stellt man sich einen suizidgefärdeten Jugendlichen vor, würde ich ihr/ihm nicht empfehlen, reinzuzappen und schon gar nicht, die letzte Folge zu sehen. Und, wie auch in Wien geforscht wird, man weiß, dass es denn WertherEffekt gibt: die Annahme, dass ein kausaler Zusammenhang zwischen Suiziden, über die in den Medien ausführlich berichtet wurde, und einer Erhöhung der Suizidrate in der Bevölkerung besteht. Die Forscher rund um Univ. Prof. Dr. Gernot Sonneck haben daher auch einen Guide für Medien herausgegeben, wie mit dem Thema Suizid umzugehen ist. Hier sind auch Eltern meiner Meinung nach gefodert: Kindern Medienkompetenz beizubringen in einem Zeitalter von Facebook und Konsorten. Und sie müssen Kindern in erster Linie zuhören, nichts bagatellisieren. Lehrer solten in Krisenintervention geschult werden. Hier gibt es noch viel Handlungsbedarf!

Tabubruch!

Was – abseits davon, dass sie toll gemacht ist – man der Serie zu Gute halten muss: sie erreicht einen Tabubruch. Und sie regt Jugendliche dazu an, über (Cyber)mobbying nachzudenken, zu reflektieren. Kinder und Jugendliche können grausam sein, verletzen. Ich bin froh, dass ich nicht mit Facebook und Co. aufgewachsen bin, sondern offline. Und das konnte schon grausam sein, ich wurde in der Schule ordentlich gehänselt, habe aber auch ausgeteilt …

Kennt Ihr dieses Meme? Wenn eine Serie zu Ende ist, weißt du nicht mehr, was du mit deinem Leben anfangen sollst? Genau so geht es mir aktuell. Habt Ihr Serientipps für mich? Und wie hat Euch das neue Netflix-Zugpferd gefallen?

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